Das Hungertuch von Uwe Appold
 

„Mensch, wo bist du?“ Diese Frage steht im Zentrum des Hungertuches, das der Künstler Uwe Appold für die Misereor-Fastenaktion gestaltet hat. Inspirieren ließ er sich von Papst Franziskus, der 2015 von dem „einen Haus der Menschheit“ gesprochen hat. Dieses Haus steht in der Mitte des Fastentuches. Es ist unvollendet und lädt so dazu ein, daran weiterzubauen. Es gibt nicht die „erste Welt“ und die „dritte Welt“ – es gibt nur eine Welt, das eine Haus der Menschen. Die eine Welt, die bedroht ist durch Klimawandel, Naturkatastrophen und Kriege.

Die Frage Gottes „Mensch, wo bist du?“ aus dem Buch Genesis fordert uns heraus: Wo stehst du und wofür stehst du auf? Wer bist du? Die Fastenzeit will uns radikal mit diesen Fragen konfrontieren: Mensch, wo bist du? Was tust du? In welchen Bereichen deines Lebens lohnt es sich umzukehren – sich neu zu orientieren?

Für die Gestaltung hat der Künstler Erde aus dem Garten Getsemani zur Verfügung gestellt bekommen. Diese formt auf dem Tuch die Seezunge, auf dem das Haus der Menschheit steht. Hier hat es begonnen. Tod und Auferstehung Jesu nehmen in Getsemani ihren Anfang. Durch ihn hat sich Gott auf das Engste mit den Menschen verbunden.

Das Wohl der Menschheit ist Gottes Anliegen. Doch was können wir tun? Wo ist unser, mein ganz persönlicher Platz in dem einem Haus der Menschheit? Wo können wir das Unsere tun, um an diesem einem Haus mitzubauen? Lassen wir uns von Uwe Appold inspirieren. Sein Hungertuch soll uns durch diese Fastenzeit begleiten. Gemeinsam wollen wir an dem einen Haus der Menschheit weiterbauen.

Bild: Das MISEREOR-Hungertuch 2019/2020 „Mensch, wo bist du?“ von Uwe Appold © MISEREOR
Text: fr. Elias Böhnert OPraem

 

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